Berghof/Dillberg Nutzungsänderung?

Wie in der Presse zu lesen war, hat es einen Kontakt zwischen einer “Investorengruppe” und Bürgermeister Kratzer gegeben. Diese Investorengruppe denkt über eine Nutzung des Berghofes nach.

Schon vor einigen Wochen hat Bürgermeister Kratzer Besuch bekommen. Ein “Mittelsmann” sei an ihn herangetreten, um ihm bekannt zu geben, dass es Pläne gibt, den Berghof neu zu “beleben”, wie es in der Presse heißt.

Überall in Deutschland sowohl in großen als auch in kleineren Gemeinden werden Etablissements beantragt. Nun hat es auch Postbauer-Heng getroffen: im Berghof auf dem Dillberg wollen “Investoren” eine Nachtbar mit Hotelbetreb eröffnen. Schenkt man den Gerüchten Glauben, so wollen sie wegen der früheren Nutzung des Berghofes als Tanzbetrieb dies nutzen, um eine Tabledance-Bar zu eröffnen, mit einem angegliederten Hotelbetrieb.

Was kann dies für Postbauer-Heng bedeuten?

Es gibt verschiedene überzeugende Gründe gegen einen solchen Betrieb in unserer Gemeinde!

1.  Der Dillberg ist ein Wohngebiet mit Jugendlichen und Kindern in unmittelbarer Nachbarschaft zum Berghof. Unsere Kinder und Jugendlichen gilt es in aller erster Linie vor den nicht absehbaren mittelbaren und unmittelbaren Folgen zu schützen! Und diese Folgen sind unabsehbar!

2.  Da die “Investoren” über einen Mittelsmann auftreten, kann man annehmen, sie wollten nicht bekannt werden. Niemand weiß, wer  hier investiert werden will und aus welchem Grund. Sollten sich die schlimmsten Befürchtungen der Bürger bewahrheiten, ist nach eine Etablierung eines solchen “Unternehmens” wohl kaum mehr Widerstand möglich. Die Angst geht jetzt schon um!

3.  Der gute Ruf der Gemeinde steht auf dem Spiel. Postbauer-Heng und der Dillberg war in den 70 und 80er Jahren und ist auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Besucher aus dem Großraum Nürnberg. Wir müssen den Dillberg als attraktives Ausflugsziel reaktivieren und die vorhandenen Möglichkeiten besser nutzen. Mit einem Rotlichtbetrieb ziehen wir alles an, bestimmt aber keine Wanderer!

4.  Natürlich liegt der Berghof scheinbar ideal für einen solchen Betrieb(-aus Sicht der “Investoren”!)- abgelegen und trotzdem gut erreichbar. Aber wir haben in erster Linie an unsere Bürger zu denken. Das Risiko, dass ein solcher Betrieb weitere Millieuerscheinungen wie Drogen, Strassenprostitution und Kriminalität nach sich zieht, ist groß. Das dürfen wir nicht zulassen! Daher interessiert nicht  die Sichtweise der “Investoren”, auch Steuereinnahmen sind kein Grund für Toleranz, sondern der Bürgerwille. Und alle jene, mit denen ich bisher gesprochen habe, sind strikt gegen einen solchen Betrieb in Postbauer-Heng!

5.  Für die Nachbarn des Berghofes kommt die Ansiedlung eines solchen Betriebes einer Enteignung gleich! Wer kauft schon ein Grundstück oder ein Haus in solcher Lage? Und es könnte dazu führen, dass Bürger unsere Gemeinde verlassen. Das darf nicht passieren!

6. Wir wollen, dass Postbauer-Heng mit Attributen wie Attraktivität, Lebensqualität, Arbeitsplätzen und moderner zukunftsorientierter Lebensraum in Verbindung gebracht wird, und nicht zum Rotlichtbezikt für die Metropolregion Nürnberg wird.

Am Montag, den 3.11.2008 um 19.30 Uhr veranstaltet die UPW-FW im Gasthof “Buchawirt” in Buch eine “kleine” Bürgerversammlung für die Bürger von Dillberg, auf der sie die Gelegenheit erhalten, sich zu diesem Thema zu äußern. Dann wollen wir mit ihnen weitere Maßnahmen besprechen.

Wir möchten die Bürger nicht alleine lassen in ihren Befürchtungen und Ängsten, daher positionieren wir uns deutlich:
Wir wollen kein Rotlichtbezirk werden!
Wir wollen keinen Rotlichtbetrieb in Postbauer-Heng!
Wir werden mit allen Kräften und Gruppierungen zusammenarbeiten, die zum Wohle von Postbauer-Heng gegen dieses “Etablissement” sind.
Alle Ortsteile von Postbauer-Heng, von Buch bis Pavelsbach, müssen zusammenhalten und Dillberg unterstützen. Solches könnte jeden Ortsteil treffen!
Helfen wir Dillberg, er ist unser Aushängeschild!

(Siehe auch www.bi-gegen-bordell.de)

Arnd Willmann
Marktrat

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