POSTBAUER-HENG (reh) – Er hat seit über zwei Jahrzehnten Tradition in Postbauer-Heng: Der Politische Aschermittwoch der UPW-FW Postbauer-Heng.
Und es ist auch Tradition, dass die Frauengruppe wieder ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Fischbüfett nach überlieferten Hausrezepten anbot. Kurt Augustin, Ortsvorsitzender der «Freien» konnte wieder namhafte Kommunalpolitiker begrüßen, darunter auch den Neumarkter Bürgermeister Franz Düring, Bürgermeister Guido Belzl und Stefan Zeltner aus Pyrbaum, den Kreisvorsitzenden Hans Gerngroß sowie Kreisrätin Regina Weidinger und als Hauptredner den Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger.
Die CSU und die Gene
Die Lacher auf ihrer Seite hatte Markträtin Stefanie Huber. Mit G’stanzln und musikalischer Begleitung durch das einheimische Urgestein Ulli Graml mit Partnerin Ingrid Bock nahm Huber die Gemeindepolitik auf die Schippe und auch die Neumarkter Nachbarn bekamen ihr Fett ab: «Wenn die Neumarkter kein gescheit‘s Kino bekommen, sollen sie halt zu uns kommen da ist immer was los.» Auch Arnd Willmann nahm in humorvoller Weise den Marktrat mit seinen Anführern aufs Korn. Neumarkts Bürgermeister Franz Düring stellte bei der CSU ein Gendefekt fest: «Denen fehlt das Macht-Teilen-Gen und sie sind Argumentationsresistent».
Hans Gerngroß kann das letzte Umfrageergebnis von sechs Prozent für die Freien Wähler kaum glauben: «Ich komme gerade von Deggendorf, dort waren 1000 Mitglieder bei der Veranstaltung und eine tolle Stimmung.» Die Rede des Landesvorsitzendes Hubert Aiwanger war gewürzt mit Spitzen gegen die CSU und wurde zum Rundumschlag gegen die schwarz-gelben Regierungen in München und Berlin.
Des weiteren behandelte er alle wichtigen Themen der Landespolitik wie zum Beispiel ein bürgernahes und bürgerorientiertes Bildungs- und Gesundheitswesen, greifbare Maßnahmen zur Förderung ländlicher Gebiete, Wirtschaftspolitik ohne Abzocke oder das eindeutige Nein der FW zur Gentechnik in der Landwirtschaft.
Aiwanger plädierte für die Stärkung von Bildung, Sozialarbeit und Kinderbetreuung. Man solle das Geld dafür von den Großkonzernen holen. Aber an die traue sich die FDP nicht heran, weil sie von dort das Geld bekomme. Ebenso sollten die Politiker sich endlich abwenden von bloßem Gerede und stattdessen notwendige, vor allem machbare Maßnahmen umsetzen.
