Politischer Aschermittwoch 2010

Tradition wird groß geschrieben bei der UPW-FW in Postbauer-Heng und so findet am Mittwoch, den 17.02.2010, zum 21sten mal der
politische Aschermittwoch mit Fischessen statt.
Einlass im Henger Sportheim ist 19.00 Uhr, gleichzeitig wird auch das reichhaltige Fischbüffet eröffnet. Die UPW-Damen warten wieder mit einer Vielfalt an Variationen auf, die jeden Fischfreund begeistern werden. Selbstverständlich wird alternativ auch Käse angeboten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt das einheimische Urgestein Ulli Graml mit Partnerin, bekannt als Duo „Ui“. Mit Gstanzln soll auch die Gemeindepolitik auf die Schippe genommen werden.

Um 20.15 Uhr eröffnet dann der 1. Vors. Kurt Augustin den politischen Teil des Abends, ehe Marktrat Willmann und der Kreisvorsitzende Gerngroß sich zur Kommunalpolitik äußern.
Höhepunkt des Abends ist sicherlich der Auftritt des Landesvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Bayerischen Landtag
Hubert Aiwanger, der ca. um 21.30 Uhr zu landespolitischen Themen referieren wird. Aiwanger honoriert mit seinem Besuch das Engagement der örtlichen UPW-FW, die seit Jahren eine der landesweit größten Aschermittwochs-Veranstaltungen organisiert.
Nach dem tollen Zuspruch der einheimischen Bürgerinnen und Bürger im letzten Jahr haben die Veranstalter diesmal großen Wert auf mehr Unterhaltung gelegt.
Für Besuchergruppen ab 6 Personen werden auch wieder Platzreservierungen vorgenommen:
Anmeldung bei Kurt Augustin Tel. 09188/903356; E-Mail Augustin.kurt@gmx.deoder Manfred Schwarz Tel. 09188/1361; E-Mail manschwa@t-online.de

Herzliche Einladung bei freiem Eintritt ergeht an die Bevölkerung aus Postbauer-Heng und Umland und an die Freien Wähler des Landkreises Neumarkt.

Großer Bahnhof für Frau Dr. G. Pauli

Auf eine überwältigende Resonanz stieß die diesjährige Einladung zum Politischen Aschermittwoch am 25.02.09. Die Stammbesucher wußten auch ob des ausgezeichneten Fischbuffets von der Qualität dieser Traditionsveranstaltung, die heuer zum 20sten Mal statt fand. Infolge des angekündigten „Stargastes“ Frau Dr. Pauli waren die Voranmeldungen mit 270 Personen Grund genug, mit der Sporthalle des Henger SV einen größeren Veranstaltungsort zu wählen. Und die Organisatoren taten gut daran, denn mit insgesamt 370 Besuchern war die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Mit Stolz konnte die UPW-FW feststellen, daß es sich damit um die größte politische Aschermittwochs-Veranstaltung im Landkreis Neumarkt und eine der größten in der Oberpfalz handelte.

P1100141 2-225x300 in Bei der Begrüßung durch den Vorsitzenden Kurt Augustin wurde auch nochmals der langjährige Vorgänger Kurt Hartmann für sein Engagement geehrt.
Nach einem kurzen Statement zu den Kommunalwahlen ging Augustin auf die Landtagswahlen ein. Die Entscheidung der Landesgruppe, sich in der 1. Periode auf der Oppositionsbank zu profilieren, hob er anerkennend hervor.
Ihr Fett bekam die FDP ab, die als letzter Sieger bei den Landtagswahlen der abgestraften CSU wieder zu Regierungsweihen verhalf. Überdies habe eine FDP so gut wie keinen „Bodensatz“ in Bayern und hat damit nur durch Protestwähler ihr Ergebnis eingefahren.

Dieses Potential an Wechselwählern muß für die „Freien“ gewonnen werden, weil sie die bessere Alternatie für die bürgerliche Mitte sind.

P1100143 2-150x150 in Mit Regina Weidinger stellte das Mitglied des Kreisvorstandes den positiven Trend der Freien Wähler im Landkreis Neumarkt heraus.
Kontinuierlich bewegen sich die Wahlergebnisse im Kreis noch oben, woran vor allem das überragende Abschneiden der UPW in Neumarkt mit ursächlich war.

Kr-3-150x150 in Anschließend sprang mit Georg Jüttner, der Vorsitzende der Neumarkter UPW in die Bresche, da Marktrat Willmann kurzfristig infolge Krankheit ausgefallen war. In einer launigen Darbietung informierte Jüttner über das Geschehen seiner UPW in Neumarkt, stellte dabei die Besucher aber mit 45 Minuten Redezeit auf eine harte Probe.


P1100148 2-150x150 in Bei der Eröffnung des Buffets gab’s dann kein Halten mehr. Die Frauengruppe des Vereins hat mit Variationen aus Matjes, Hering und Käse die Gourmets mit der Zungen schnalzen lassen. Pünktlich um 21.30 Uhr war man mit dem Essen am Ende, wollte doch keiner den Vortrag von Frau Pauli stören. Leider verzögerte sich der Besuch der Gastreferentin um 45 Minuten.

Die etwas später eingetroffenen OB Thomas Thumann und der Kreisvorsitzende Hans Gerngroß nutzten die Wartezeit zu kurzen Statements.

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Während Gerngroß einen weiten Bogen über Landes- und Bundespolitik spannte und die Fehler der Verantwortlichen anprangerte, ging OB Thumann auf seine aktuelle Rathauspolitik und die besonderen Probleme größerer Städte ein.

Gegen 22.15 Uhr traf endlich Fr. Dr. Pauli ein und wurde mit frenetischem Beifall begrüßt.

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In ihrem halbstündigen Referat ging sie auf die aktuelle  Wirtschafts- und Finanzkrise ein. Sie vermisse immer noch die Aufarbeitung der Ursachen dafür und die Offenlegung von Verantwortlichkeiten.
Daher sei es nicht verwunderlich, wenn das Vertrauen der Bürger in Politik und Wirtschaft immer mehr schwinde. Solange man in der Bevölkerung das Gefühl hat„die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen“, brauche man sich über Politikverdrossenheit nicht wundern.
Mit Begeisterung warb sie für die Europawahlen, wo sie als Spitzenkandidatin die Liste der „Freien“ anführen wird. Immer mehr Entscheidungen würden nicht im Deutschen Bundestag, sondern in Brüssel getroffen. Da gelte es, sich künftig einzubringen. Frau Dr. Pauli rief deshalb zu reger Wahlbeteiligung auf.

Ihren Wechsel zu den Freien Wähler habe sie nicht bedauert. Besonders angenehm ist die Zusammenarbeit und Unterstützung dieser Gruppierung im Gegensatz zu ihrer früheren Partei, die innovatives Handeln und Kreativität im Keim erstickte.

Mit Gabriele Pauli präsentieren die Freien Wähler eine Sympathieträgerin, die um ihre Zugkraft weiß und diese auch geschickt einsetzt. Die Reaktionen der Besucher und das Medieninteresse bestätigen die Feststellung der Veranstalter,
die „Freien Wähler“ sind im Aufwind
und Frau Dr. Pauli hat in Postbauer-Heng eine neue Fangemeinde.

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Anschließend kam es zu einem regen Meinungsaustausch mit den führenden Freien Wählern des Landkreises.


Politischer Aschermittwoch 2008 in Postbauer-Heng

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Politischer Aschermittwoch 2007 in Postbauer-Heng

Am Mittwoch, den 21.02.2007 um 19:30 Uhr, findet der traditionelle “Politische Aschermittwoch” im Sportheim des Henger-SV im Zentrum statt.

Diese Veranstaltung führt die Freien Wähler des Landkreises Neumarkt zum 18. mal nach Postbauer-Heng.

Gastredner ist diesmal der 1. Bürgermeister Willibald Keßler aus Lupburg. Er hat unter Einbeziehung der Lupburger Bürger eine blühende Gemeinde geschaffen.

Die Damen der UPW-FW Postbauer-Heng werden wieder ein leckeres Fischbuffet zusammenstellen. Somit kann der Abend bei gemütlichem Gedankenaustausch ausklingen.

Die Bürger aus Postbauer-Heng und die Freien-Wähler des Lankreises sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

Pressestimmen

NEUMARKT. Spätestens seit die Freien Wähler neben ein paar Gemeinderäten und “Land-Bürgermeister” auch den Chef im Neumarkter Rathaus stellen, hat sich das alljährliche Fischessen in Postbauer-Heng zur wichtigsten politischen Aschermittwoch-Veranstaltung im Landkreis entwickelt.

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Die “Freien” im ganzen Landkreis strotzen nur so von Selbstbewußtsein – und dies auch und vor allem mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen.

Ascher07 3-199x300 in Einer der “alten Landbürgermeister”, wie er sich kokett selbst bezeichnete, war der Hauptredner beim politischen Aschermittwoch im Sportheim im Heng: Bürgermeister Willibald Keßler freute sich, daß nach Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann im letzten Jahr er an das Rednerpult gebeten wurde: Dort, in Neumarkt, “der Edelkarpfen im Meer der finanziellen Rücklagen” und hier, in Lupburg, “der nach Sauerstoff schnappende Grünkarpfen im kleinen Dorfteich”.

Und dabei braucht sich Keßlers Gemeinde wahrlich nicht zu verstecken: Lupburg hat als “Golddorf der Oberpfalz” bei regionalen Wettbewerben alle Preise eingeheimst, die zu verteilen waren., wie der Vorsitzender der UPW-FW Postbauer-Heng, Kurt Hartmann, bei Keßlers Begrüßung sagte.

In bester Aschermittwoch-Manier haute Keßler zuerst einmal ein bißchen auf den politischen Gegner ein – der in Bayern in erster Linie CSU heißt. “Schlaue Reden” habe er gehört, “die nur mit Freibier zu ertragen sind”. Und während in Passau “Wir sind Stoiber”-Transparente geschwenkt wurden, zitierte der “alte Landbürgermeister” in Heng griechische Philosophen:” Ich weiß, dass ich nichts weiß – und um diesen Unterschied hin ich schlauer als die meisten Parteipolitiker”.

Was früher eher als rückständig und hinterwäldlerisch galt, nämlich das Bekenntnis zur ländlichen Heimat und Regionalität, sei einer Aufwertung des Lebens auf dem Lande gewichen, sagte Keßler in seiner Rede. In der Tat habe das Land in vielen Bereichen gegenüber den Ballungsräumen aufgeholt oder sogar gewonnen.

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Ein Gefühl von Ohnmacht gegenüber den Entwicklungen von außen und eine fatale Orientierungslosigkeit von innen habe zum Beispiel die Lupburger bewogen, sich Hilfe durch das Bayerische Dorferneuerungsprogramm in die Gemeinde zu holen. Dorfplaner Professor Zepf aus München habe den Bürgern klar gemacht, dass die Defizite an Solidarität und Kreativität im Mittelpunkt kommunaler Strategie stehen müssen. Die von ihm kreierte “Bürgerwerkstatt” habe manche verkrampfte Beziehung und Einstellung gelöst. Methodisch geschickt habe er die rational oder emotional Agierenden geduldig zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise gelenkt.

Das Wieder-Zusammenwachsen der Lupburger trug schon bald Früchte. “Die Erarbeitung war, wie heute üblich, bürger-aktiv”, sagte Keßler. Denn nur aus dem Bewusstwerden der positiven Eigenwerte einer Gemeinde könne ein neues Selbstbewusstsein entstehen. Dazu habe die Theatergruppe Sketche geschrieben und mit viel Selbstironie die Zuschauer mit den eigenen Schwächen konfrontiert. Die unterschiedlichsten Interessen konnten so “auf demokratische Weise und mit therapeutischer Qualität” ausgeglichen und zu einem Gesamtbild zusammengeführt werden.

Ascher07 5-300x199 in Eine der “gelebten Phantasien und Visionen für 2020″, die Ausgliederung aus der Verwaltungsgemeinschaft Parsberg, konnte schon 2002 Wirklichkeit werden. “Das Wir- Gefühl ist also durch das konsequente Umsetzen unserer Leitbildziele lebendig und sichtbar geworden”. Die Gestaltung des Wandels habe sich in der komplett erneuerten Infrastruktur in der Ortsmitte geäußert. Dadurch wurde jedes Gefühl von Rückständigkeit vertrieben.

Sehr erfreulich ist das private Engagement in seiner Gemeinde: Nahezu 95 Prozent der Häuser im ensemblegeschützten Ortskern sind nach eingehender Beratung durch das Denkmalamt saniert worden. Das Konzept der Innenentwicklung ist aufgegangen – nur zwei Objekte sind noch unbewohnt.

Ascher07 4-300x199 in Die Lebensqualität ist außerdem getragen von einer kompletten Grundversorgung mit Bäcker, Metzger, Lebensmittel, Arzt, Zahnarzt, und diversen Handwerker und Diensleistungsunternehtnen. An der BAB-Ausfahrt Parsberg haben sich Firmen angesiedelt, die etwa 160 neue Arbeitsplätze gebracht haben. 21 Vereine gestalten ein attraktives Freizeitangebot mit einem großen Anteil an Jugendarbeit, das durch ein hohes Maß an ehrenamtlicher Tätigkeit gewährleistet wird.

Die Lupburger hätten die Chancen des ökonomischen und sozialen Wandels nachhaltig genutzt, sagte Bürgermeister Keßler. Nur freie und motivierte Menschen könnten kreativ sein. “Parteipolitisches Sektierertum, manisch-depressive Mentalität und auch manisch-progressive Aktionisten” seien in der kommunalen Szene fehl am Platz. Und besonders wichtig: Das “Machtgefälle zwischen Bürgermeister, Markträten and Bürger” muß man aufheben.

Kurt Hartmann hatte als Ortsvorsitzender der “Freien” die Gäste in Postbauer-Heng zur “wahrscheinlich größten Aschermittwoch-Abendveranstaltung mit Fischessen im Landkreis Neumarkt” begrüßt.
Neben dem Neumarkter Oberbürgermeister Thomas Thumann – Festredner im Vorjahr – hieß er FW-Kreisräte, Stadträte, Markträte und Gemeinderäte aus Berngau, Breitenbrunn, Dietfurt, Freystadt, Hohenfels, Lupburg, Mühlhausen, Neumarkt, Parsberg, Pilsach, Seubersdorf und Pyrbaum willkommen. Aus Pyrbaum und Lupburg waren die Bürgermeister Guido Belzl und Willibald Keßler gekommen.

Ascher07 6-199x300 in Das Fischessen am Aschermittwoch in Postbauer-Heng fand zum 18. Mal statt. Es begann 1989 nach einer Anregung von aus Hamburg zugezogenen Mitgliedern und war anfänglich eine fast geschlossene Veranstaltung des UPW-Ortsvereins. “Heute haben wir gerade im politischen Lager viele Nachahmer, die die Rednerliste mit Auslaufmodellen wie Markus Söder in 2006 oder sonstiger Politprominenz aus der zweiten Reihe aufwerten”, spottete Hartmann.

Und auch die Presse bekam ihr Fett weg, weil sie aus FW-Sicht offenbar viel zu wenig Fotos des Neumarkter Oberbürgermeisters veröffentlicht. Jede politische Gruppierung sei immer nur so gut, wie es “die sogenannte freie Presse” zulässt, sagte Hartmann. Gerade die Neumarkter Presse lasse sehr deutlich erkennen, “wen sie favorisiert”, wenn CSU-Abgeordnete aus dem Bund und der EU “mit großen Buntbildern herausgestellt werden, während der mit überwältigender Mehrheit gewählte OB Thomas Thumann bei repräsentativen Aufgaben in einer Randnotiz oder gar nicht erwähnt wird”, sagte Hartmann – wohlgemerkt am Aschermittwoch, nicht am Faschingsdienstag. Auch so könne man “Politik machen oder besser gesagt steuern”.

Wirklich lustig wurde es dann aber noch im letzten Redner-Beitrag, bei dem traditionell Gemeinderätin Dr. Stefanie Huber die eigenen Leute auf die Schippe nahm.

Politischer Aschermittwoch 2006 in Postbauer-Heng

Begrüßung durch Kurt Hartmann, 1. Vorsitzender des Ortsvereins der UPW-FW Postbauer–Heng e.V.

Willkommen am Politischen Aschermittwoch mit Fischessen bei der UPW-FW in Postbauer-Heng !

Wir begrüßen Neumarkts OB Thomas Thumann sowie den Bürgermeister  Willibald Kessler aus Lupburg.

Wir begrüßen ferner die so zahlreich erschienenen Kreisräte, Stadträte, Markträte und Gemeinderäte aus Neumarkt, Breitenbrunn, Seubersdorf, Dietfurt, Parsberg, Lupburg, Pilsach, Pyrbaum, Postbauer-Heng und erstmals dabei auch Bernhard Graf mit seiner Begleitung aus Hohenfels.

Wir freuen uns über die Abordnungen der örtlichen Vereine, über die schon zur Familie gehörigen Kollegen der Feuerwehr Kemnath und der drei Arbeitskreise der kommunalen Agenda 21.

Jede Kommune hat jährlich bestimmte Höhepunkte und trifft Entscheidungen, die aus dem Tagesgeschehen hervorragen und in der überregionalen Presse herausgestellt werden.

Postbauer-Heng machte mindestens dreimal Schlagzeilen im letzten Jahr:

Zum ersten: Der Kaminbauer Karl-Heinz Kago erfüllte sich mit seinem Wasserschloss einen Lebenstraum und platzierte ein Gebäude in die Landschaft, das zumindest Beachtung findet und für Gesprächsstoff sorgt. Lobenswert ist, das er sein Geld nicht ins Ausland trägt, sondern es bodenständig zur Unterstützung einheimischer Handwerker einsetzt.

Kommunalpolitisch ist erwähnenswert, das wir fast 10 Jahre für die
Festschreibung eines zuletzt vom Landratsamt energisch eingeforderten Flächennutzungsplanes benötigten. Die Druckfarbe des Planes, der an alle Haushalte verteilt wurde,  war noch nicht richtig trocken, als Kago die Pläne für sein Schloss  mit Tierpark im Gemeinderat vorlegte -  in einem Gebiet, das soeben als Naturschutzfläche für die nächsten 10 Jahre über alle Instanzen und Fachbehörden festgeschrieben wurde.

Zweitens: Die Gemeinde Postbauer-Heng wurde  2005 zum Markt erhoben. Die Ernennungsurkunde übergab Innenminister Beckstein am 17. September. Er wurde am 18. September durch das Wahlergebnis zum Bundestag aus der Feierstimmung auf den Boden der Ernüchterung zurückgeholt.

Beckstein ist besonders für die Freien Wähler ein rotes Tuch, weil er wiederholt versucht hat, den Aufschwung der bürgerlichen Alternative zu verhindern. Sei es in der Behinderung zur Landtagswahl oder im Versuch, die Stichwahl bei Bürgermeister- oder Landratswahlen abzuschaffen.

Und drittens ist Postbauer-Heng mit der Schließung und der Wiedergeburt seines Naturbades in die Schlagzeilen geraten.

Das einzige, was wir 15 Jahre als Naturbad hatten, war der Name. Real war es ein betonierter Tümpel ohne natürlichen Zulauf und Ablauf.  Die Verantwortlichen im Gesundheitsamt haben jahrelang bei der Untersuchung der Wasserproben zwei Augen und ein Hühnerauge zugedrückt, um die Betriebsgenehmigung fortzuschreiben.

Die Gleichschaltung der Bestimmungen auf europäischer Ebene waren dem Amtsleiter willkommener Anlass, das Bad zu schließen, weil sich Beschwerden über Hautausschläge und brennende Augen häuften.

Mit ihren Befragungsmethoden hat die an die Existenz eines Schwimmbades gekoppelte Wasserwacht eine fragwürdige Zustimmung aus Bevölkerungsbefragungen abgeleitet,

Zusätzlich wurden ca. 2600 Haushalte mit ca. 7500 Bewohnern  mit einer Beilage im gemeindlichen Mitteilungsblatt befragt. 670 Antworten mit 555 Zustimmungen wurden zum Stichtag abgegeben. Daraus errechnet die Verwaltung eine Zustimmung von ca. 82 Prozent.

Die schweigende Mehrheit war fälschlicherweise der Meinung, dass Stimmenthaltung Ablehnung bedeutet. Die Meinungsverschiedenheit über den Ausbau des Bades für über 400.000 Euro und jährliche Folgekosten von ca. 30.000 Euro spaltet Parteien und Familien.

Unsere Marktgemeinderäte sind schon lt. vereinseigener Satzung ungebunden und nur ihrem Gewissen verpflichtet. Also ist die Hälfte dafür und die Hälfte dagegen.

Meine Frau befürwortet das Bad als  Kinderverwahrplatz und ich lehne es als Kostenfalle mit offenem Ausgang ab.

Genug der Worte. Hier und jetzt oute ich mich als Thomas Thumann – Fan und einer der wenigen Optimisten, die an seinen Wahlerfolg geglaubt haben, weil der Amtsvorgänger viele demokratische Spielregeln mit Füßen getreten hat.

Schon bei der Boegl-Betriebs-Besichtigung am 28. Oktober 2005 verabschiedete ich mich bei dem Boegl- Leiter für Öffentlichkeit , Jürgen Kotzbauer, mit dem Hinweis, dass er die Ehre hatte, u.a. den künftigen OB von Neumarkt über das verzweigte Betriebsgelände zu führen. Nicht nur er blickte mich mild lächelnd an.

Heute ist er bei uns. Manche Besucher sind aus Neugierde gekommen, um den jungen Star am bayerischen Polithimmel persönlich zu bewerten..

Ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit
für den Oberbürgermeister von Neumarkt, Herrn Thomas THUMANN.

Keine Erbhöfe mehr

Erbhof-300x164 in NEUMARKT.  Strotzend vor Selbstbewußtsein feierte die UPW mit ihrem neuen “Stern am Polit-Himmel” den Politischen Aschermittwoch. “Die Zeit der Erbhöfe ist vorbei”, sagte Neumarkts neuer Oberbürgermeister Thomas Thumann unter großem Beifall.

“Die Zeiten ändern sich und die Politik ist nicht mehr die gleiche” begann Thumann seine Rede im Sportheim des Henger SV, das trotz Fußball-Übertragung fast aus den Nähten zu platzen drohte. Der Kreisvorsitzende der Freien Wähler, Hans Gerngroß, erinnerte in einem Grußwort an seine vielleicht nicht ganz ernst gemeinten Worte vor von zwei Jahren: “Irgendwann reicht der Saal nicht mehr!”

In moderatem Tonfall, aber durchaus inspiriert von den harten Worten anderer politischer Aschermittwoche, rechnete Thumann vor allem mit “abgehobenen Polit-Profis” ab, die “fern aller Realität” Beschlüsse fassen und für die es Zeit werde, daß “wieder Vernunft und gesunder Menschenverstand regieren”.

Angesichts der Verschuldung des Landes scheine es, als hätten “Blindheit und Unverstand die Republik fest in ihrem Griff”. Thumann forderte das Konnexitätsprinzip ein, nach dem derjenige für die Kosten aufkommen müsse, der sie verursache.

Als Beispiel “kompletter Verirrung” bezeichnete Thumann das Büchergeld und die unterschiedlichen und teils widersprüchlichen Erlaße von Staatsregierung und Innenministerium: “Da wird in München ohne Hirn und ohne Verstand entschieden”.

Der neue Neumarkter Stadtchef zählt offenbar die Tage seines Amtes: “Die letzten 86 Tage waren für mich eine harte Schule”, sagte der gelernte Rechtsanwalt, “da ist viel über mich hinweggerollt”.

Seine Erfahrung dabei: Viele Politiker aber auch viele Bürger hätten den Kontakt zur Realität verloren, wenn sie ihre Probleme schildern: “Alles muß sofort, bedingungslos, kostenlos und notfalls auch gegen die Allgemeinheit gemacht werden”. Dabei sei “nicht jede fixe Idee unbedingt gleich eine Vision”.

Der listige Wirtschaftswunder-Minister Ludwig Erhard habe das Wesen eines Kompromisses so beschrieben:”Wenn ich einen Kuchen so teile, daß jeder meint, er hätte das größte Stück gekriegt!”

Thumann brach eine Lanze für den Mittelstand, der im Lande sieben von zehn Arbeitsplätzen und acht von zehn Ausbildungsplätzen stelle und dafür verantwortlich sei, “daß überhaupt noch was läuft”.

Der Neumarkter Oberbürgermeister ließ keinen Zweifel daran, daß die Freien Wähler ihre “Politik mit Herz und Verstand” nicht auf die Kommunen beschränken dürfen, sondern auch in den nächsten bayerischen Landtag einziehen müssten.

Kreisvorsitzender Hans Gerngroß, dem vom Orts-Chef der Freien in Postbauer-Heng, Kurt Hartmann, scherzhaft “eine Minute Redezeit” eingeräumt wurde, unterstrich ebenfalls den Anspruch der Freien Wähler, in den nächsten Landtag zu kommen – und überzog tatsächlich nur unwesentlich seine vorgegebene Redezeit. Er appellierte an die zahlreichen anwesenden Gäste, Selbstvertrauen zu zeigen:”Wir Freien Wähler sind wer!”

Gemeinderätin Dr. Stefanie Huber hatte schließlich die Lacher auf ihrer Seite, als sie daran erinnerte, wie prominente UPW-Mitglieder die Tage vor der Neumarkter OB-Wahl verbracht hätten. Der Düring Franz habe in seiner Backstube gebetet, der Jüttner Georg hatte bei seinen Wanderungen zum Mariahilfberg immer seinen Rosenkranz dabei. Und der Reischböck Ernst soll gar einen Handel mit dem Allmächtigen geschlossen haben: “Wenn Du es geschehen läßt, mach ich alles wieder gut, was ich meinen Schülern angetan habe…

Rede der Markträtin Dr. Stefanie Huber

„Das Wunder von Neumarkt“

Meine sehr verehrten Damen und Herrn, liebe Mitglieder der „Freien Wähler“ und alle die es nach diesem Abend sicher noch werden wollen.
Was haben wir seit dem letzten Aschermittwoch alles erlebt.
Ein Ereignis jagte das andere.

Endlich hatten die Emanzipations-Bemühungen unserer Mütter Erfolg und eine Frau wurde Bundes-Kanzlerin. Aber wie viele Witze wurden allein über die Frisur von Angie  gemacht. Haben Sie schon jemals gehört, dass sich jemand über den Topfschnitt von Schilly lustig macht?
Kommt sie mit forschem Schritt daher, heißt es sie sei machthungrig.  Bei einem Mann würde man sagen, er zeigt allen wo es lang geht. Setzt sie eine Trauermiene auf, heißt es sie sei gedrückt, bei einem Mann würde man sagen er zeigt Gefühle.

Also meine Damen in Sachen Emanzipation gibt es noch Einiges zu tun.

Aber auch wir Bayern wurden in eine Krise gestürzt, all unsere Idole wollten uns verlassen.
Edmondo wollte neben dem zweiten Frühling auch noch die zweite Chance in Berlin nutzen.
Ballack wollte Bayern München trotz  36 Millionen verlassen. Wie sagte neulich ein Komiker im Fernsehen, eine stolze Leistung für jemanden der vor 15 Jahren noch nicht einmal wusste wie Bananen schmecken.

Franz Josef Strauß konnte sein Volk nicht mehr leiden sehen und schickte daher den Engel Aloisius mit einer himmlischen Botschaft, nicht ins  Hofbräuhaus sondern in den Vatikan und was er den Kardinälen mitteilen lies, erfuhren wir als der weiße Rauch aufstieg und es hieß Guiseppe Ratzinger ein Bayer ist Papst. Da konnten wir Bayern wieder aufatmen, denn wir waren wieder wer.

Aber die Hahnenkämpfe um den bayerischen Ministerpräsidenten hatten begonnen.
Die Niederbayern machten Bittgänge und beteten, „Herr Du siehst es sicher ein, der neue Regent muß der Erwin Huber sein“.
Die Franken pilgerten  nach Vierzehnheiligen hinauf und forderten alle 14 Heiligen auf. „Steht uns bitte alle bei, dass der neue Ministerpräsident endlich einmal  ein Franke sei.
Selbt Franz Maget schloß sich den Betenden an und sagte jede Nacht. „Lieber Gott, Du weißt die SPD ist hier sehr klein, schick den Edi nicht mehr heim, laß dem Schicksal seinen Lauf und  halt den Ballack lieber auf.

Doch all diese Gebete  hatten keinen Erfolg.

Anders in Neumarkt.

Ich weiß nicht wie viele Rosenkränze der Jüttner Georg heimlich nachts zum Mariahilfberg hinauf gebetet hat. Wieviele  Gelübde der Düring Franz früh in seiner Backstube machte und wie oft der Reischböck Ernst gebetet hat. “Lieber Gott wenn Du es geschehen lässt, dann mach ich alles wieder gut, was ich meinen Schülern angetan habe.“
Und dann, dann ist das Wunder von Neumarkt wirklich geschehen, das den Düring Franz in Freudentränen ausbrechen lies. Das Wunder von Neumarkt ist heute unter uns.

Es ist unser Freier Wähler Thomas Thumann, der neue OB in Neumarkt.

Wenn Sie heute nach Hause kommen, meine sehr verehrten Damen und Herren, dann stellen Sie sich mit stolzer Brust vor den Spiegel und sagen  nicht nur den Slogan der Bundesrepublik Du bist Deutschland, nein Sie sagen auch mit stolz geschwellter Brust:

„Ich bin ein freier Wähler“…