Es ist schier unerträglich, wie jetzt von der betroffenen Markträtin um Wiedergutmachung gerungen wird. Da ist gar von „Verachtung und Hass“ statt „fairer und sachlicher Auseinandersetzung“ die Rede. In Ihrer Verblendung scheint Frau Herrmann Ursache und Wirkung zu verwechseln. Denn wer sich mit der Entwicklung dieser Auseinandersetzung beschäftigt wird feststellen, dass sie selbst oder Bürgermeister Kratzer die Auslöser der Diskussion waren, in keinem Fall aber die Gemeindeverwaltung, wie von beiden Betroffenen genannt.
Wer hat denn die Auflistung der bislang ehrenamtlichen Tätigkeit über 1 Jahr lang erstellt und dabei Arbeiten aufgeführt, die jedem Ehrenamtlichen die Zornesröte ins Gesicht treiben würde, an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Wer hat denn die Besucherzahlen im Schloss geschönt und maßlos übertrieben dargestellt um den Anspruch auf Bezahlung zu untermauern? Bei genauerer Recherche konnte man feststellen, dass Übungsabende von Gesangs- und Musikgruppen oder Vereinen ebenfalls als Besucher deklariert wurden, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Und ob diese Auflistungen ohne Wissen und Zustimmung Frau Herrmanns an den Gemeinderat weitergegeben wurden, ist doch völlig unerheblich. Sie selbst hat diese Unterlagen dem Bürgermeister geliefert um einen finanziellen Ausgleich für ein bislang freiwilliges ehrenamtliches Engagement zu begründen; hoffentlich folgen diesem Beispiel nicht noch weitere Gemeindebürger.
Wenn selbst Kollegen aus der eigenen Fraktion überrascht und schockiert waren über diesen Antrag, sollte man eher einen schnellen Rückzug einleiten als auf die Kritiker einzuschlagen. Wer das Ehrenamt als Laufsteg für die eigene Profilierung missbraucht und dafür auch noch honoriert werden möchte, sollte sich ernsthaft überlegen, ob er seinen Sessel im Marktrat nicht räumt.
